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Fachanwalt für Insolvenzrecht in Heilbronn warnt davor, Auskunftsbegehren des Insolvenzverwalters bzw. des Insolvenzgerichtes nicht zu beantworten.

Schuldner müssen Fragen des Insolvenzverwalters/ Treuhänders beantworten, wenn sie Wert auf ihre beantragte Restschuldbefreiung legen

Es gibt in Deutschland mehrere Millionen überschuldete Haushalte. Seit 1999 steht Privatpersonen der Weg über ein Insolvenzverfahren zur Erlangung der Restschuldbefreiung offen. Die Kosten des Insolvenzverfahrens und des Restschuldbefreiungsverfahrens können auf Antrag gestundet werden. Jedoch müssen die Schuldner ihre Obliegenheiten erfüllen, insbesondere - zumindest auf Anfrage - mitteilen, ob und wie sich ihre wirtschaftlichen Verhältnisse verändert haben. In der Praxis versenden die Insolvenzverwalter/Treuhänder mindestens einmal im Jahr Fragebögen an die Schuldner und erwarten, dass diese ausgefüllt zurückgesandt werden. Sind sie davon überfordert, müssen sie sich Hilfe holen oder sich direkt an den Insolvenzverwalter wenden und einen Termin ausmachen.

 

Schuldner müssen auf diese Anfragen reagieren. Unterlassen sie dies, so beschweren sich die Verwalter bei dem Insolvenzgericht, welches dem Schuldner nochmals Frist zur Auskunftserteilung setzt. Wird hierauf nicht reagiert, so kann dem Schuldner unter Umständen die Restschuldbefreiung versagt und/oder die Stundung der Verfahrenskosten aufgehoben werden.

 

Einen vergleichbaren Fall hatte das Amtsgericht Heilbronn in seinem Beschluss vom 10.01.2019 Az. 23 IK 55/16 zu entscheiden. Im Jahre 2016 und 2017 hatte das Insolvenzgericht einem Schuldner die Verfahrenskosten des Insolvenzverfahrens und des Restschuldbefreiungsverfahrens gestundet. Da der Schuldner trotz Aufforderung eine Erklärung über seine Verhältnisse nicht abgegeben hatte, hat das Amtsgericht Heilbronn mit Beschluss vom 10.01.2019 die Stundung der Verfahrenskosten aufgehoben. Nach Rechtskraft wird der Schuldner aufgefordert werden, die bis dahin aufgelaufenen Verfahrenskosten zu bezahlen. Unterlässt er dies, so wird das Restschuldbefreiungsverfahren abgebrochen und die Gläubiger können ihre Ansprüche beim Schuldner wieder beitreiben.

 

Herr Rechtsanwalt und Fachanwalt für Insolvenzrecht Andreas M. Kramp leistet seit 17 Jahren Hilfe bei Schulden. Betroffene können sich - gern auch telefonisch – an Herrn Dr. Andreas M. Kramp wenden.

 

 

Heilbronn, den 15.01.2019

 

Dr. Andreas M. Kramp

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Insolvenzrecht

Fachanwalt für Handels – und Gesellschaftsrecht

Fachanwalt für Erbrecht

 

Rechtsanwalt Dr. Andreas M. Kramp
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