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Vorsicht bei Pflichtteilsstrafklauseln im Berliner Testament

Pflichtteilsstrafklauseln sollen die Abkömmlinge davon anhalten, ihren Pflichtteil zu Lebzeiten des letzten Elternteils geltend zu machen.

In einem Berliner Testament setzen sich Ehegatten gegenseitig zu Alleinerben und die Kinder zu Schlusserben ein. In diesem Falle stehen den Kindern nach dem Tode des erstversterbenden Ehegatten Pflichtteilsansprüche zu. Dies kann für den überlebenden Ehegatten zu erheblichen Schwierigkeiten führen, insbesondere dann, wenn der Großteil des Vermögens nicht liquide ist, wie etwa die eigengenutzte Immobilie. Durch Pflichtteilsstrafklauseln kann das Kind zumindest dafür bestraft werden, dass es den Pflichtteil geltend macht.

 

Das Oberlandesgericht Köln hat in seiner jüngsten Entscheidung vom 27.9.2018 festgestellt, dass eine Pflichtteilstrafklausel bereits dann ausgelöst wird, wenn neben der Auskunft über den Bestand des Nachlasses bereits eine bezifferte oder unbezifferte Geldzahlung gefordert wird. Vor der Geltendmachung sollte daher die Hilfe eines Rechtsanwaltes eingeholt werden.

 

Herr Rechtsanwalt Dr. Kramp berät Sie als Fachanwalt für Erbrecht bei allen Fragen rund um das Testament. Bei einem Berliner Testament sind auch steuerliche Fragen zu beachten, da durch die Enterbung die Kinderfreibeträge verfallen. Auch werden Kinder möglicherweise durch die Enterbung erst dazu gebracht, Pflichtteilsansprüche geltend zu machen.

 

 

 

Rechtsanwalt Dr. Andreas M. Kramp
Berliner Platz 6
74072 Heilbronn
Tel. 07131-9672-50
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